Nachkriegszeit Teil II

So blieb dieses erste Nachkriegsschützenfest allen in bester Erinnerung. Im Herbst des selben Jahres fand die erste Gelagsversammlung statt, auf der die Einführung eines Jahresbeitrag beschlossen wurde, nämlich 1,00 DM (eine) im Vierteljahr. Aber auch die Geselligkeit außerhalb des Schützenfestes sollte nicht zu kurz kommen und es wurde ein Winterfest beschlossen. Im Jahre 1949, dem Gründungsjahr unserer Republik, wurde kein Schützenfest gefeiert, wohl im Hinblick auf das kommende Jahr, in dem das 300-jährige Jubelfest bevorstand.

Dieses wurde glanzvoll, wieder gemeinsam mit den Junggesellen, am 25., 26. und 27. Juni 1950 gefeiert. Der Verein erhielt eine neue Fahne, die im Festgottesdienst von Pfarrer Benning geweiht wurde. In seiner Predigt verwies er darauf, dass der Schützenverein eine große Aufgabe habe, die im Ursprung des Schützenwesens liege, nämlich die Erhaltung des Brauchtums und die Verteidigung des Glaubens. Das dieser Verein und sein Fest zudem nicht nur das „Vorrecht einer Kaste“ sein dürfe, sondern für alle Schichten, darauf hatte der 1. Vorsitzende Wilhelm Schröder im Vorfeld des Festes besonders hingewiesen.

Auch in diesem Jahr entschloss man sich aus finanziellen Gründen für das Schießen mit der Armbrust (Patronen waren zu teuer). Erstmals wurde im Jahre 1951 wieder mit dem Jagdgewehr auf den Vogel geschossen. Den Schützen machte das Schießen richtig Spaß, da es wieder „knallte“.

In der Nachkriegszeit wurden die Posten der Offiziere Obert bis Adjudant hoch zu Pferd bestritten.