Der Prövedag

Wie Wilhelm Brockpähler in der Festzeitschrift aus dem Jahre 1950 berichtet, soll das Schützenfest gewöhnlich in jedem Jahr, mindestens aber im Abstande von 5 Jahren gefeiert werden. Kriege und andere Notzeiten ließen das Feiern des Schützenfestes auch schon mal vergessen. So klafften im 19. Jahrhundert auch schon einmal Lücken von 14, ja bis zu 21 Jahren zwischen den Festen.

Wenn aber gefeiert wurde, begann das Schützenfest mit dem „Prüfetag“ am Sonntag Dreifaltigkeit. Heute nennen wir diesen Tag „Prövedag“ und er findet 1 Woche vor dem Schützenfest im Saal Niehues-Winter statt. Früher wurde an diesem Tag zunächst darüber beraten, ob überhaupt ein Schützenfest gefeiert werden soll. Heute wird am „Prövedag“ das Festprogramm besprochen und beschlossen. Sollte für das kommende Fest ein Offiziersposten nicht besetzt sein,
kann dieser von einem Versammlungsteilnehmer ersteigert werden.

Der Betrag kommt der Vereinskasse zugute. Für das Thema „Geld“ werden an diesem Tag noch weitere Personen gebraucht, das sind die „Scheffen“. Diese werden von der Versammlung bestimmt. Es sollten jedoch „stabile Kerls sein, de auk Geld tellen könnt“. Sie müssen nämlich den Gelagswirten beim Rückmarsch von der Vogelstange bei der Bewirtung der Schützen helfen, dazu gehört auch das Kassieren.

Der Marsch zur Vogelstange am Prövedag sorgt seit eh und je für trockene Kehlen ...