Kirchgang / Kranzniederlegung / Ausholen

Während viele Schützen am Sonntagmorgen sich noch verschlafen die Augen reiben, werden sie von einem Trommler des Spielmannszuges endgültig geweckt und der erste Schützenfesttag nimmt seinen Anfang. Die Schützenbrüder treffen sich mit ihren Ehefrauen zum gemeinsamen Kirchgang, deren Teilnahme für alle Mitglieder Pflicht ist. Nach der hl. Messe marschiert die Schützengilde zum Ehren- und Mahnmal, um dort einen Kranz niederzulegen.

Danach geht es zum Festzelt, wo unter den Klängen des Musikzuges der Feuerwehr ein Frühschoppen stattfindet. Hauptmann, Leutnante und Feldwebel kassieren im Laufe des Vormittags von den Schützenbrüdern einen Beitrag für den Königsbund. Dieser Beitrag in Höhe von 10,00 Euro, der von allen Schützenbrüdern gezahlt wird, wird dem neuen König zur Verfügung gestellt. Der Königsbund wurde erstmals, wie bereits erwähnt, im Jahre 1966 von
Heiko Felber unter der Vogelstange eröffnet. Pünktlich um 12 Uhr endet der Frühschoppen, damit alle Gildenmitglieder rechtzeitig am Festzelt erscheinen können, um den König, evtl. den Jubelkönig und die Ehrengäste „auszuholen“.

Unter den Klängen des Spielmannszuges zieht der stolze Zug durchs geschmückte Dorf zur Vogelstange. Vorne weg – beritten und zu Fuß - die Offiziere,
es folgt die Kutsche mit den Majestäten, dann die Schützen in schwarzem Anzug und Zylinder sowie dem mit Blumen geschmückten Handstock.
Am Festplatz angekommen, fordert der Oberst zunächst zum Gebet auf, „damit Gott uns von allem Übel befreien möge“.

Dem Fest gehen eine Kranzniederlegung und ein gemeinschaftlicher Gottesdienst voraus...